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Vor ziemlich genau 7 Jahren kehrte ich meiner Heimat den Rücken. Nach dem Abi zog es mich raus in die "große weite Welt" - nach Regensburg :D naja für mich war es schon ein Stück große weite Welt. Für andere mag es ein Katzensprung sein. Aber die Entfernung in Kilometern drückt noch lange nicht die seelische Entfernung aus. Ich zog meiner großen liebe hinterher und DAS bereue ich kein Stück. Der Mann an meiner Seite ist mein Deckel, meine beste Freundin, mein alles! Aber dazu vielleicht in einem anderen Post. Die Jahre in Bayern waren nett.. Aber eben auch nur das. Man funktionierte und redete sich ein, wie toll doch alles sei. Jedes mal wenn ich ein Wochenende bei meinen Eltern verbrachte, kamen die Zweifel hoch. Wirst du glücklich fernab der Heimat? Wirst du dich je ZU HAUSE fühlen? Die Zweifel kamen mal stärker, mal schwächer.. Aber weg waren sie nie. Sicher gab es schöne Zeiten - keine frage. Aber es fehlte immer was - das gefühlt "dazu zu gehören". Die Freunde die ich fand hatten alle einer Freundeskreis aus alten Schulfreunden und Kumpels. Immer hörte ich: "der war mit mir in einer klasse/stufe..." Und immer fragte ich mich, ob ich je ein wirklicher Teil davon werde... Mit der Schwangerschaft kamen noch mehr Gedanken an Familie, Wurzeln, Heimat auf... Mein Kind wird nie dazu gehören.. Immer wieder kamen diese Kommentare: "ah du bist von drüben" ich hatte es so satt. Ich wohne seit 7 Jahren in einem Ort und bin doch nur "die ausm Osten" nie sah man mehr in mir. Ich war nicht die Studentin, Kollegin, Nachbarin, was weiß ich - immer nur die aus m Osten. Gibt es nicht noch andere Kriterien, die mich auszeichnen? Meinem Mann - Berliner - ging es nach 16 Jahren Bayern nicht anders. Also was tun? Eins stand fest, in Bayern werden wir nicht glücklich. Liebe Bayern - versteht mich nicht falsch - Regensburg ist eine tolle Stadt. Es gibt so viele schöne Orte in Bayern und auch echt nette Menschen - Aber es hat eben immer was gefehlt ... Und nach langem hin und her haben wir uns entschieden, dass unser Sohn gut daran tun würde in seiner Familie mit Oma und Opa aufzuwachsen. Es stand also fest, AUF NACH LEIPZIG! Der Umzug war Mega stressig. Es hatte sich doch so einiges angesammelt in den Jahren. Und das baby im Arm machte das packen nicht Grade einfacher. Aber wir haben es geschafft. Wir sind ZU HAUSE. ein tolles Gefühl. Nach 6 Wochen Leipzig frag ich mich manchmal stillen wie ich es so lange aushalten konnte so weit weg von meiner Familie. Die zeit in Bayern hat mich geprägt und mich gelehrt, was es heißt, sich alleine durch zu boxen. Ich habe viele schöne aber auch viele schlechte Erinnerungen. Jetzt zu Hause zu sein, gibt mir ein gutes Gefühl. Man lernt eben erst schätzen, wenn man etwas "verloren" hat... Und nun freu ich mich auf ein Leben in der Heimat - mit traummann und traumkind (und den zwei nervigen Katzen :D)

22.9.13 15:39

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